Dienstag, 10.12.2013

Ausflug nach Delicias, Freundschaft und Fazit

Hola muchachos,

tja ich kann es kaum glauben, aber nun ist es tatsächlich soweit. Morgen früh (für euch ist es dann schon Mittwoch Nachmittag) trete ich die Heimreise an.

Vorher möchte ich euch aber noch von meinem letzten Ausflug hier berichten. Ich hatte ja erwähnt, dass ich im Flieger nach DF zwei nette Damen aus Delicias kennengelernt habe. Wir sind über Whatsapp in Kontakt geblieben und als sie erfuhren, dass ich bald nach Hause fliege, haben sie mich für einen Tag zu sich eingeladen. Das geht hier auch wirklich super, über Land nimmt man einfach den Bus, im Studentantarif für umgerechnet 2€. Also habe ich mich letzten Samstag auf den Weg gemacht in das eine Stunde entfernte Delicias. Diese Überlandfahrten kann ich wirklich nur empfehlen, die Aussicht ist der Hammer. Am Busbahnhof wurde ich dann abgeholt und es ging zum Mittagessen. So eine Art Schaschlik, der dort sehr berühmt ist. Was allerdings sehr anstrengend war, war die Kommunikation... Es fällt mir immer noch sehr schwer einem Gespräch in Spanisch in normaler Geschwidigkeit zu folgen. Aber es ging doch irgendwie, Nach dem Essen sind wir dann in ein Dinosauriermuseum gefahren, Dort in der Gegend wurden wohl sehr viele Skelette ausgegraben und daher gibt es viele davon dort zu sehen. KüssendThania (links) und CristinaUnd auch ein paar Palmen.

Lustigerweise haben mich die Zwei danach dann zu einer Babyparty mitgenommen. Eine ihrer Kolleginnen hatte diese veranstaltet und eh ich mich versah war ich in mitten von gefühlten 1000 mexikanischen Frauen. fragt mich bitte nicht nach den Namen! Am späten Nachmittag musste ich allerdings schon wieder zurück, da ich in Chihuahua so spät nicht gerne alleine mit dem Taxi fahre,

Es war wirklich toll und ich finde, dass ist etwas dass die meisten Mexikaner wirklich auszeichnet: Spontaneität und Freundlichkeit. Es passiert oft, dass man von Leuten eingeladen wird, die man kaum kennt und alle wollen einem unbedingt das Beste ihres Landes zeigen. Das hat allerdings eben auch seine negativen Seiten, denn ein gegebenes Wort hat nicht unbedingt die gleiche Bedeutung... Am Anfang und zwischendurch hatte ich damit sehr große Probleme, wir sind es einfach gewohnt, dass Verabredungen eingehalten werden. Ganz toll finden werde ich das auch nie, aber ich kann zumindest immer 10 Minuten später kommen, wenn ich mit Mexikanern verabredet bin.

Alles in allem habe ich hier aber wirklich gute Freunde gefunden... Insbesondere meine "faulen Äpfel" (lange Geschichte, kurz: ich bin ein guter Apfel) Alejandro (links) und Julio, meine . Die zwei sind mittlerweile wie Brüder für mich (Basti, natürlich keine Konkurrenz für dich, du bleibst mein Liebling Küssend ).und es fällt mir schwer daran zu denken, dass wir uns vielleicht nie wieder sehen, oder es zumindest sehr lange dauert. Auch die anderen Internationalen sind super. Die die hier in den Häusern der Tec wohnen sind wirklich zusammengewachsen und man unterstützt sich bei Problemen. Es gab auch einige Enttäuschungen, von Leuten, von denen man es nicht erwartet hätte, aber nun ja, das waren eben keine Freunde.

Da ich heute noch einen sehr vollen Terminkalender habe, weil da doch viele sind, die mich nochmal sehen wollen, nur noch ein paar abschließende Worte:

Ich möchte mich vor allem bei Kühne + Nagel bedanken, dass sie mir die Erlaubnis gegeben haben diese einmalige Erfahrung machen zu dürfen. Und ich bereue es definitiv nicht, für den Trip gekämpft zu haben.

Außerdem ein großes Danke an meine Eltern und meinen Bruder, die mich seelisch (und finanziell auch ein bisschen hahaha) ständig unterstützt haben. Ohne euch wäre ich am Anfang wirklich durchgedeht. Dieser Dank gilt natürlich allen, die mich immer wieder aufgebaut und mir Mut zugesprochen haben.

Ich freue mich schon,euch alle wieder zu sehen.

In diesem Sinne, ein letztes Mal: Hasta Luego, bis bald.

J

Freitag, 06.12.2013

Reise nach Mexikostadt (DF)

Hola muchachos!

Zunächst einmal herzlichen Dank an Herrn Kühne für das Weihnachtsgeld :D Hiermit möchte ich beweisen, dass ich es für etwas sinnvolles ausgegeben habe ;-). Und danke an Mami und Papi für die andere Hälfte der Reisekosten!

Letzte Woche ging nämlich für mich ein Traum in Erfüllung. Nach einigen Absagen (von Mexikanern natürlich) habe ich einfach entschieden, alleine in die große Stadt zu fliegen. Gesagt, getan. Montag gebucht, Donnerstag geflogen.

Das Abenteuer startete im eiskalten Chihuahua gegen halb sieben Uhr morgens: Auf zum Flughafen!

Dort angekommen musste ich wirklich schmunzeln, also die Sicherheitschecks für mexikanische Inlandsflüge sind wirklich äähhhhh... effektiv? Der Flughafen hier in Chihuahua ist echt niedlich, der Abflug ist ein Raum mit 5 Türen und egal durch welche man geht, man landet einfach auf dem Rollfeld und latscht zu seinem Flieger. Interjet AirbusNoch in der "Abflughalle" habe ich zwei nette Damen kennengelernt, die geschäftlich nach DF fliegen mussten... leider sprachen die kein englisch und somit musste ich sämtliche Spanischkenntnisse rauskramen. Hat aber super geklappt und nach einem echt ruhigen Flug (mit gutem Service übrigens!) haben wir im Flughafen in DF noch zusammen gefrühstückt und uns dann ein Taxi zu unseren Hotels geteilt.Schon im Anflug ist die Stadt der Wahnsinn. Eigentlich hat man das Gefühl, man fliegt die gesamten 2 Stunden Flugzeit über diese riesengroße Stadt.

Ich muss sagen ich war ja bei meinem Hotel auf das Schlimmste gefasst, bei dem Preis (30€ die Nacht). Dort angekommen war ich allerdings wirklich überrascht. Das Personal sprach englisch und das ZImmer war sauber, wenn es auch kein Fenster hatte. Am Morgen der AbreiseNach einer kleinen Verschnaufpause und dem Bescheid geben bei Mami, dass ich gut angekommen bin, machte ich mich dann auf in die Innenstadt. Der Taxifahrer  hat glaube ich mit mir den Deal seines Lebens gemacht, aber zumindest kam ich sicher an und auch wieder zurück. In der Stadt war schon alles sehr weihnachtlich geschmückt. Leider waren die Museen schon geschlossen, sodass ich 2 Stunden Zeit hatte um einfach nur rumzubummeln. Natürlich habe ich mir die Kathedrale angeschaut.  Außenansicht und Innen Danach war schon beinahe Sonnenuntergang und mir fiel an, dass das berühmteste hohe Gebäude in DF nicht weit weg ist. Berühmt deshalb, weil der Turm zwei Erdbeben standhielt. Da man einen wunderschönen Blick über die Stadt hat von dort, bezahlte ich brav meinen Eintritt und fuhr bis ganz nach oben. Das hat sich wirklich gelohnt, wie die folgenden BIlder zeigen: Torre Latinoamericano

Dann war es auch schon Zeit und mein Fahrer holte mich wieder ab. Ich wollte unbedingt Pozole (eine mexikanische Suppe) essen und somit brachte er mich zu einem Restaurant damit ich das Essen dann mit ins Hotel nehmen kann.

Der nächste Tag fing mit einem Schnupfen an, weshalb ich beschloss ein bisschen Geld zu sparen und mir das Viertel vom Hotel (heißt: Zona Rosa) näher anzuschauen. Außerdem war der berühmte Engel der Unabhängigkeit zu Fuß leicht zu erreichen. Eine Kopie davon steht ja hier in Chihuahua (habt ihr vielleicht in dem anderen Post gesehen), Frühstück El Ángel =) Der Verkehr ist echt verrückt! Souvenirs durften natürlich auch nicht fehlen, Später ließ ich dann den Tag ausklingen mit leckeren Enchiladas. Ich mag die roten ja nicht, aber grün - wie immer - ist super!

Für den letzten vollen Tag in DF hatte ich mir, auf Empfehlung einer Freundin, einen Fahrer gemietet, der mich im Hotel abholte und mich zu verschiedenen Orten bringen sollte. Ich muss sagen, er war sein Geld mehr als Wert. Denn neben 8 Stunden und einem Haufen gefahrenen Kilometern war er auch noch eine super Gesellschaft (auch wenn er das Käferspiel gewonnen hat Reingefallen).

Zuerst mal war er überpünkltich, was hier ja wirklich nicht an der Tagesordnung ist. Die erste Station waren dann die ca. 45 km außerhalb liegenden Pyramiden von Teotihuacán. Schon während der Anfahrt Anfahrt zu den Pyramidenwar ich total beeindruckt von den 2 Pyramiden und ich wollte unbedingt auf eine drauf. Witzigerweise habe ich am Fuße der Sonnenpyramide zwei Deutsche getroffen und somit begannen wir gemeinsam den Aufstieg. Ich habe leider vergessen die Stufen zu zählen, aber ich brauchte auf jeder Ebene eine Pause, weil die Stufen total verrückt waren. Oben angekommen wurde man für die Plackerei aber entschädigt. Der Blick war der Hammer und man konnte wirklich stolz sein.

Nach der Anstrengung ging es erstmal zum MIttagessen in einer Grotte, weil ich unbedingt Hühnchen mit Mole (eine Schokosoße) essen wollte. Hühnchen mit Mole

Die nächste Station war ja für mich eigentlich der Hauptgrund für Mexikostadt: Ich wollte unbedingt das Aztekenstadion sehen, dass ja (noch) das größte reine Fussballstadion der Welt ist. Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir auch endlich den Eingang und mussten uns anhören, dass das Stadion für Besucher schon geschlossen ist. Nach einigem Hin und Her (a la "Ich bin doch Deutsche und nur deswegen hier") durfte ich dann doch noch rein. Es gab zwar keine richtige Führung, aber ich konnte dennoch fast alles sehen und Fotos knipsen: . Das einzige Wort dafür ist: WOW! Das ist schon ein bisschen größer als unsere VW-Arena Überrascht.

Letzte Station war dann das Olympiastadion und ruck zuck war der Tag auch schon um und ich war wieder im Hotel. Ziemlich erschöpft, aber unglaublich glücklich. Und am nächsten Morgen ging es auch schon um 6:30 Uhr wieder los zum Flughafen und zurück nach Chihuahua.

Ich finde wirklich, dass die Leute in Mexikostadt freundlicher sind als hier im Norden, auch wenn die von den Nordlern immer belächelt werden. Allerdings hatte ich auch den Eindruck, dass sie eher bereit sind einen über den Tisch zu ziehen, wenn man nicht auf der Hut ist.
Auf jeden Fall muss ich unbedingt noch mal zurück, da ist noch so viel, dass ich in der kurzen Zeit einfach nicht sehen konnte. Und wenn man alleine reist, ist vieles einfach zu teuer... Von daher, wer möchte kann gerne mit mir nächstes Jahr wieder flegen =). Ich übernehme die Planung Unschuldig.

Nun ja, heute dürften es noch 5 Tage bis zum Rückflug sein. Ich freue mich natürlich, aber ich lasse hier auch viele tolle Freunde zurück, die ich sehr vermissen werde!

Liebe Grüße nach Hause und ich denke an euch mit dem blöden Xaver

 

J

Freitag, 22.11.2013

Downtown Chihuahua

Hola muchachos!

Es wird langsam Zeit für die letzten Souvenirkäufe (kleiner Scherz ihr kriegt alle nix!) und somit haben wir als Abschluss ein Treffen mit unserem Spanischkurs in der Innenstadt gehabt.

Obwohl es eigentlich nicht weit entfernt ist, war ich komischerweise bloß ein paar mal da... Ich meine das kann man noch an einer Hand abzählen...

Der erste Trip war recht am Anfang der ganzen Sache hier. Damals war gerade die EInführungswoche des neuen Bussystems und dementsprechend haben wir die kostenlose Beförderungsmöglichkeit ausgenutzt und sind dorthin.

Es gibt dort eine Kathedrale die recht hübsch ist. Außerdem ein paar nette Denkmäler (Fotos dazu weiter unten)... und sehr zu Muttis Freude: einen Woolworth =)

Zusätzlich befindet sich dort die Post, eine nette kleine Kirche und ein Laden in dem man Handwerkssachen aus Chihuahua kaufen kann.

Und natürlich das Regierungsgebäude und einige Museen.

DIe anderen Male waren dann nur relativ kurze Besuche, z.B. zum essen oder für ein Festival.

Letzten Sonntag jedoch war ich mit einer Freundin in der Stadt auf einen Kaffee verabredet und dabei sind auch ein paar schöne Fotos rumgekommen, die ich hier mit euch teilen möchte.

Hier im Hintergrund seht ihr die angesprochene kleine Kirche und einen Markt der Tahaumaras (oder so...). 

Außerdem gibt es eine Kopie des Engels der Unabhängigkeit, dessen Original steht in Mexiko Stadt. (mehr Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/El_%C3%81ngel_de_la_Independencia )

Hier im Hintergrund der Blick auf die Innenstadt

EIn Denkmal (den Namen des Typen hab ich vergessen), aber Papi: hier kann man sich auch "unter dem Schwanz" treffen.

Nochmal die Fußgängerzone:

Und die Kathedrale, hübsch beleuchtet:

Ich bin mal gespannt was mich die letzten Tage außer Klausuren noch so erwartet.

Bis bald ihr lieben, vorerst allerdings noch eine virtuelle Umarmung.

 

J

Montag, 18.11.2013

Reise nach Creel (La Sierra)

Hola muchachos!

Endlich finde ich die Zeit euch von unserer Reise zu berichten, die das International Office für uns organisiert hat. Von vornherein waren wir eigentlich recht wenig Leute, da die Hälfte der Internationalen gar nicht mitgefahren ist. Somit waren wir 5 Studis und 3 Begleiter.

Los ging es am Samstagmorgen um 7 Uhr an der Uni (nach ca. 4 Stunden Schlaf Verlegen). Nachdem wir alle versichert hatten, dass wir genug warme Klamotten dabei haben (ja ich geb's ja zu wir mussten noch mal zu unserem Haus fahren um meine Jacke zu holen....) starteten wir zur ersten Etappe. Das Ziel war ein cooles Restaurant in Chautémoc (viel Spaß bei dem Versuch das auszusprechen) um dort zu frühstücken. Die Stadt ist uns Deutschen vor allem ein Begriff, da dort sehr viele Mennoniten leben von denen auch ein paar an der Tec studieren. Mit ihnen zu sprechen ist immer sehr entspannend, weil sie sehr gut Deutsch verstehen und sprechen. (mehr Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mennonitische_Auswanderung) Daher gab es auf der Karte des Restaurants auch "Frühstück Menonita". Hat allerdings keiner gegessen von uns. 

Nach dem Frühstück ging es dann weitere 3 Stunden durch die Berge bis nach Creel. Ich muss sagen unser Fahrer war echt gut, ich glaube nicht, dass ich mich getraut hätte mit einem Van in diesem Tempo durch Serpentinen zu fahren...

Angekommen in Creel haben wir nur schnell im Hotel eingecheckt und uns ein bisschen frisch gemacht. Ich hatte einige Bedenken, da wir 4 Mädels uns ein Zimmer geteilt haben. Und wie ja hinlänglich bekannt ist, sind die Ungarin und ich nicht wirklich gut befreundet (nett ausgedrückt). Leider bestätigten sich diese Bedenken, denn die Französin und sie haben die ganze Zeit über Spanisch miteinander gesprochen (ja sie sind wirklich toll *kotz*) und teilweise sogar unsere Namen benutzt, sodass wir wussten sie reden über uns, konnten aber kaum herausfinden um was es geht.

Nach einer kurzen Pause ging es dann Richtung Wasserfall. Es hieß wir müssen dort viel laufen, dass es allerdings mehr oder weniger Hiking ist, hat uns kein Schwein gesagt. Lasst euch sagen, keine gute Idee da Cucks zu tragen. Ich glaube auf den 3 km querfeldein bin ich bestimmt 10x auf die Fresse geflogen (kein Grund das hier in netten Worten auszudrücken). Und am Montag danach beim Doc hat sich herausgestellt, dass ich mir den Knöchel verstaucht hatte. So ungefähr auf der Hälfte des Hinweges. Das bedeutet ich bin damit noch 4,5 km über Stock und Stein gelatscht - fand der Doc nicht so witzig ... ich auch nicht. Hat aber keinen gejuckt. Der Wasserfall allerdings war wirklich beeindruckend, wenn er auch nicht so viel Wasser hatte zu dieser Jahreszeit. Natürlich haben wir auch repräsentative Fotos als Werbung für die Tec gemacht. (von links: Didi (Indonesien), Nelli (Ungarn), Allison (Frankreich), Carola (Deutschland) und ich) Zum Wasserfall direkt gelangt man übrigens über knapp 240 Stufen. Runter ja kein Problem, aber hoch die reinste Qual, nicht nur mit verstauchtem Knöchel! Danach ging es dann noch an einen wunderhübschen See und zu einer weiteren Attraktion wo es sehr eindrucksvolle Steinarragements zu sehen gab. Danach ging es dann endlich zum Abendessen. Was gut war, aber nicht so richtig das was wir erwartet hatten Cool.

Nach dem Essen sind wir alle nur noch erschöpft in unsere Betten gefallen um für den nächsten Tag fit zu sein.

Es ging nämlich dann zum Copper Canyon. Dort konnte man verschiedene Aktivitäten machen. Die anderen waren auch ganz scharf darauf sich in gefühlten 10km Höhe an ein Drahtseil zu hängen (Zip Line) .... Ich bin ja ein Schisser und hab deswegen verzichtet. Stattdessen habe ich mich der Quadtour angeschlossen, das war eher nach meinem Geschmack. Die restliche Zeit haben wir dann damit verbracht die Aussicht zu genießen und auf die Abenteurer zu warten. Nach dem alle wieder da waren (juhu sie haben überlebt ... ja die Ungarin auch...) ging es zu einem Markt für traditionelle Handwerksarbeiten der Tahumaras, die Einheimischen in der Sierra. Lecker Futter gab es auch, sodass wir gestärkt die Heimreise antreten konnten, die komischerweise viiiiiiiiiiiiel länger war als die Hinfahrt :D Seltsam, aber wahr.

Der Trip war wirklich supi, aber wer mich kennt der weiß, dass ich a) nicht so der Typ für Berge bin und b) Reisen bei mir mit der Begleitung stehen und fallen. Die Landschaft allerdings war wirklich hübsch anzuschauen und die Gegend ist definitiv eine Reise wert!

Grüße nach Hause und bis bald

J

Donnerstag, 31.10.2013

Halloween und Basketball

Hola muchachos!

Ich muss ja ehrlich zugeben ich habe mir nie viel aus Halloween gemacht aber hier wird das doch relativ groß gefeiert, somit kam ich nicht drumherum mich in ein Kostüm zu werfen und auch auf eine Party zu gehen. Wer mich kennt, der weiß, dass für mich ja nur ein Vampir als Verkleidung in Frage kommt. Ich hatte da ein bestimmtes Bild einer Vampirin auf TrueBlood im Kopf und dank meiner Studenthelper konnte ich auch zum Walmart auf die Suche nach Kleinigkeiten gehen. Was es allerdings nicht gab, war weiße Farbe fürs Gesicht.. meine schlauen Helferlein jedoch hatten eine super Idee... Ich habe mir einfach Babypuder ins Gesicht geklatscht.Hat auch eigentlich super funktioniert. Solbi (meine Nachbarin, auch internationale Studentin aus Korea - Süd natürlich) war so lieb und hat mir geholfen, das war mein Glück, denn ich hab es einfach nicht hinbekommen das Puder im Gesicht zu behalten ;).Zum Dank wurde sie dann direkt mein erstes Opfer :D Die Party anschließend war wirklich cool.

Am Nachmittag davor waren wir noch bei einem Basketballspiel unserer Jungs (Borregos, was so viel heißt wie Lämmer) in der Schule, da ich einem Freund, der dort spielt, versprochen hatte mir das Spiel anzuschauen. Ich muss ja sagen ich fand Basketball nie wirklich spannend (ich bin ja nunmal bekennender Fußballfan) seit Freitag allerdings sehe ich das total anders. Das macht total Spaß zuzuschauen. Leider hat unsere Uni verloren mit 83 zu 84 und mein Kumpel hatte den entscheidenen Ball in der letzten Sekunde in der Hand, hat den Korb jedoch um wenige Zentimeter verpasst, das war wirklich ärgerlich. Spaß hatten wir allerdings trotzdem und die Stimmung war richtig gut... da kann sich manches Fußballstadion in Deutschland noch eine Scheibe von abschneiden.

Am nächsten Morgen ging es dann trotz Basketball und langer Party um 7 Uhr morgens los in die Sierra,.. darüber berichte ich dann in einem seperaten Post, sobald ich alle Fotos zusammen habe =)

Liebe Grüße

J

Freitag, 25.10.2013

Food Diary der letzten Tage

Hola muchachos!

Ich dachte es ist mal an der Zeit ein bisschen was ueber das mexikanische Essen zu erzaehlen. Da ich aber meistens eh in der Schule esse, hat es nicht so viel Sinn gemacht davon zu berichten... Jeder kennt ja das Mensaessen denke ich =).

Diese Woche allerdings hatte ich die Moeglichkeit ziemlich viel auswaerts zu essen und da ich sowieso immer wie ein Tourist alles fotografiere, habe ich (wenn ich dran gedacht habe Verlegen) auch mal mein Essen bildlich festgehalten.

Angefangen hat der Fressmarathon am Mittwochmorgen. Eine meiner Lehrerinnen hatte mich zum Fruehstueck in ein total tolles Restaurant eingeladen. Also gab es total mexikanisches Fruehstueck bestehend aus einem Ei mit Salsa, einer geuellten Chili (nicht so scharf leider) und Chili Pasado (Das gruene da). Was da genau drin ist, weiss ich leider nicht, aber es war unglaublich lecker und auch ein bisschen scharf. Natuerlich duerfen hier in Mexiko auch die Frijoles (Bohnen) nicht fehlen. Die gibt es wirklich ueberall dazu. Der Salat diente dann wahrscheinlich dazu das Ganze etwas gesuender zu gestalten. (Ich hab ihn auch brav aufgegessen Mami) Ich muss wirklich sagen ich kann von Glueck sagen, dass ich nicht so gerne suess fruehstuecke, damit haette man hier wirklich ein kleines Problem.

 

Am Mittwochabend dann waren wir von 3 mexikanischen Studenten in ein tolles Restaurant in der Innenstadt eingeladen worden. Das Essen habe ich vergessen zu fotografieren, da wir die Gerichte einfach in die Mitte gestellt und geteilt haben, sodass wir alle moeglichst viel probieren konnten. Leider war wieder nichts RICHTIG scharfes dabei, aber es war unglaublich lecker. Und der Ausblick war der Hammer. Dadurch, dass wir auf einer Terasse im 2. Stock sassen, hatten wir einen super Ausblick auf die Kathedrale, die zur Abendzeit huebsch beleuchtet ist. Wir haben viel gelacht und gegessen. Das Highlght war aber der Kellner.

Ich habe hier einen Freund, der Getraenkedosen sammelt, sie dann verkauft und das Geld fuer einen guten Zweck spendet. Da einer bei uns am Tisch Cola aus der Dose getrunken hat, meinte Didi ich koennte die da mitnehmen. War zwar peinlich, hab ich aber gemacht. Auch wenn der Kellner sich etwas gewundert hat. Er fragte dann was ich damit mache. Nach der Erklaerung wollte er dann wissen, ob ich mehr will. Klar! Also kam er mit 5 Dosen an. Etwas spaeter fragte er dann ob er noch was fuer uns tun kann. Im Scherz meinte ich "Ja, mehr Dosen!"... Das war ein Fehler! Ein paar Minuten spaeter kam er dann naemlich mit einer Tuete voller Dosen an. An sich ja total suess ... aber auch ein bisschen peinlich. Waehrend wir auf unser Dessert warteten hat er naemlich noch die Dosen von den anderen Tischen eingesammelt und mir ebenfalls gebracht. Total lieb =)

Das Restaurant kann ich also sowohl vom Essen her, als auch vom Service bedingunglos weiterempfehlen. Es war wirklich ein total schoener Abend!

 

Am Donnerstag war dann wieder Nageltag fuer Sarah und mich (Das ist hier sooo billig, man muss sich einfach die Naegel machen lassen). Davor waren wir noch zum Mittagessen in einem (mehr oder weniger) italienischen Restaurant. Die Pasta dort ist wirklich gut! Das ist jetzt zwar nicht mexikanisch, aber trotzdem eine Erwaehnung wert.

Und, was esst ihr da drueben so? Verschlossen

Liebe Gruesse

 

J

Sonntag, 20.10.2013

Das erste Mal Salsa tanzen!

Hallo ihr Lieben,

nun da ich hier jetzt schon angefangen habe will ich euch gleich von meinem gestrigen Abend berichten.

Ich kam nämlich gestern zum ersten Mal in den Genuß Salsa tanzen zu gehen, mit einem echten Mexikaner =).

Wie immer war es relativ schwer die Fahrt zur Bar zur organisieren. Man kommt hier wirklich ohne Auto kaum irgendwo hin, Also sind Didi (mein Mitbewohner aus Indonesien) und ich mal wieder mit dem Taxi gefahren. Das ist immer ein bisschen wie Roulette... Manche Taxifahrer freuen sich wie Bolle wenn sie Ausländer durch die Gegend kutschieren dürfen und versuchen mein Spanisch mit einfachen Sätzen auf die Probe zu stellen und zu helfen. Andere dagegen sind einfach nur genervt, weil man vielleicht gerade mal nicht versteht worüber sie sprechen.

Der erste Taxifahrer gestern war eigentlich ganz in Ordnung. Zumindest hat er nicht 40 Minuten nach der Zieladresse gesucht. Das ist und nämlich auch schon mal passiert... Nun denn immerhin kann ich schon super Adressangaben machen und Richtungen angeben.

Wir kamen also an und unser Freund war auch schon da. Es stellte sich auch relativ schnell raus, dass wir zu dritt bleiben würden. Beim Getränke bestellen musste ich dann schmunzeln... es gab Tequila Sunrise! Papis und meinen Lieblingscocktail . Wurde also bestellt - für echt wenig Geld: 40 Pesos, was umgerechnet so 2,30€ sind.

Mit dem intus habe ich mich sogar getraut mit Alan (unserem Freund) zu tanzen. Natürlich nicht auf der Haupttanzfläche - schließlich musste ich ja noch die Basics beigebracht bekommen. Was soll ich sagen - er hat es tatsächlich als Erster überhaupt geschafft, dass ich ihm nicht auf die Füße gelatscht bin. Mädels ich sags euch, der hat es echt drauf! Verschlossen

Nach dem Tanzen gab es dann die Belohnung: Banderillas! Ich hatte schon davon gehört. Im Grunde sind es 3 Shots die man nacheinander trinkt und die die mexikanische Flagge repräsentieren: Limettensaft (grün) - Tequila (weiß) - Vampiro (rot).

 

Nach dem Alan dann noch mit ein paar "normalen" Mädchen getanzt hat haben wir uns wieder in ein Taxi verfrachtet und es ging nach Hause. Viel zu schnell für meinen Geschmack. Der Taxifahrer war echt niedlich. Man konnte sich gut mit ihm unterhalten trotz fehlender Spanischkenntnisse - und weniger berechnet hat er auch!

 

Alles in allem also ein wirklich gelungener Abend, der unbedingt wiederholt werden muss!

Sonntag, 20.10.2013

Herzlich Willkommen auf meinem Blog

Hola ihr Lieben!

Mit reichlicher Verspätung habe ich dann doch noch entschieden hier ein bisschen was zu tippsel, Schließlich hat mich mein lieber Bruder mehr oder weniger dazu gezwungen. Cool

Ich versuche euch einfach hier auf dem Laufenden zu halten und ein bisschen von den zurückliegenden Ereignissen zu berichten.

Viel Spaß und ich freue mich schon, euch alle wieder in Deutschland zu sehen Reingefallen

Sonntag, 29.09.2013

USA ich komme!

Hola muchachos!

Am 27.09.2013 war es soweit - ich reiste das erste Mal in die USA! Bis zur Abfahrt konnte ich es eigentlich nicht glauben, was zum einen daran lag, dass ich mit einer Mexikanerin reisen wollte (und die sind im Normalfall wenig verlässlich was Pläne angeht) und außerdem war es einfach unglaublich, dass ich endlich mal die USA sehen sollte. Abgesehen vom Flughafen in Houston natürlich.

Paulina hatte die Planung übernommen und daher sind wir mit dem Bus zunächst 4 Stunden nach Juarez gefahren. Von dem Busbahnhof (siehe Foto) dort ging es dann mit dem (schweineteuren) Taxi weiter zur Grenze.

Hinter der Grenze wurden wir dann von Ihrer Freundin abgeholt - im himmelblauen Ford Mustang Überrascht.

Auf die Frage, was ich gerne zum Abendessen hätte sagte ich nur: was amerikanisches ... also, was gab es? Burger!!

Der war wirklich klasse! Da wir von der Reise recht müde waren und am nächsten Tag ja ein volles Programm hatten, sind wir danach auch recht schnell zu Paulinas Onkel gefahren, der uns netterweise aufgenommen hat. Ich muss echt sagen, ich war beeindruckt, als ich das Haus gesehen habe, das war wirklich riesig! Nach der Begrüßung sind wir relativ schnell ins Bett gehuscht - noch schnell den Wecker gestellt, schließlich wollten wir die Zeit bestmöglich ausnutzen.

Als wir dann morgens aufgewacht sind musste ich noch mehr staunen, im Tageslicht war alles noooooch vieeeeeel größer ... und erst der Garten!! Lachend Lange genießen konnte ich die Aussicht nicht, aber immerhin konnte ich noch die erste heiße Dusche nehmen, seitdem ich aus Deutschland weg bin - herrlich!!

Mit einem VW ging es dann auf zur Mall. Nachdem wir endlich einen Geldautomaten gefunden hatten, konnte das Geld verprassen endlich losgehen. Glücklicherweise habe ich auch genug Sachen gefunden, um den Winter hier zu überstehen. Hat uns nämlich keiner gesagt, dass es hier richtig kalt werden kann. Allerdings wird es wohl bis Dezember nicht allzu schlimm. Trotzdem habe ich mich mit Ami-Klamotten eingedeckt... kann man schließlich immer gebrauchen .Zwinkernd

Wir haben wirklich den ganzen Tag in dieser Mall verbracht und danach waren wir noch in einzelnen Läden um Sachen gezielt zu kaufen, die wir unbedingt mitnehmen wollten. Ich war wirklich erledigt danach. Also nach Hause und duschen!! Zum Abendessen sind wir dann ausgegangen (ich wollte unbedingt den Onkel einladen, aber er hat am Ende doch bezahlt Überrascht). Es gab texanisches Barbecue *.*. Und dazu Oktoberfest-Bier hahahahaa. Das war einfach nur weniger wie Wasser als anderes Ami-Bier. (boah Coors gaaaaaaanz schlimm!!!!).

Danach habe ich noch ein paar Souvenirs gekauft und eine Karte an Mami und Papi geschickt und dann wollte ich nur noch eins: ins Bett!!

Am nächsten Morgen konnten wir dann ausschlafen weil unser Bus erst Nachmittags in Juarez wieder abfuhr. Paulinas Freundin hat uns wieder abgeholt und wir waren noch MIttagessen in einem American Diner... voll cool!

An der Grenze gab es dann erstmal keine Probleme, es hat sich niemand unsere Ausweise angeguckt oder ähnliches.Im Busbahnhof war es dann allerdings ganz anders... Bei dem Sicherheitscheck habe ich eine echt dumme Trulla erwischt. Schon blöd, wenn man die eigenen Gesetze nicht kennt. Jedenfalls hat sie mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt weil sie sagte ich habe das falsche Visum (als Deutsche braucht man keins in Mexiko, solange man für weniger als 180 Tage einreist - egal was man macht, außer arbeiten). Nachdem sie mit ihrem Chef telefoniert hatte, meinte sie dann ich dürfte ausnahmsweise fahren, müsse mich aber am nächsten Tag sofort beim Amt in Chihuahua melden -.- . Ich hatte ganz schön Schiss, aber nach Rücksprache mit dem International Office in der Schule hieß es dann, dass ich Recht hatte und gar kein Visum brauche... Also alles paletti. Die Trulla hätte wirklich nicht damit drohen müssen, mich heimzuschicken.

Die Heimfahrt war dann recht ruhig, aber irgendwie sorgte der ganze Stress dort schon für einen bitteren Beigeschmack.

El Paso ist übrigens eigentlich mehr mexikanisch als amerikanisch... einen Haufen Mexikaner wohnen dort und ich glaube 80% der Menschen dort sprechen fließend Spanisch. Wenn man in einem Laden auf Spanisch nach etwas fragt, antworten die auch in Spanisch und all so ein Quatsch...Trotzdem war es mal schön, dass die Hauptsprache nicht Spanisch war und einfach jeder einen verstanden hat und man sich nicht entschuldigen musste, dass man kein Mexikaner ist.

Alles in allem war mein erste Tripp in die USA wirklich cool und ich kann schon sagen, dass es so ist, wie ich mir es vorgestellt hatte... Ich will unbedingt noch mehr sehen ... Hoffentlich klappt der Tripp nach LA den ich plane im November, das wäre der Hammer!

Aber mal ehrlich... welcher Deutsche kann schon von sich behaupten, dass er über die amerikanisch/mexikanische Grenze GELAUFEN ist???? ;) Ich!

Donnerstag, 05.09.2013

El circo más grande del país

Hola muchachos!

ich habe mich riesig gefreut, als ich den Post einer mexikanischen Freunding auf Facebook gesehen habe, in dem sie fragte ob jemand mit ihr in den Zirkus gehen möchte. Hallo? Was für eine Frage!! Ich natürlich! Also habe ich ihr geantwortet und für mexikanische Verhältnisse war auch echt alles ruckizucki organisiert.

Am Abend haben wir uns dann an der Tec getroffen, von wo aus sie mich mit dem Auto mitnehmen wollte. Dumm war nur, dass genau als ich aus der Haustür kam der Regen angefangen hat. Und ich hatte ein weißes Oberteil an ... jihaaaa. Aber davon ließ ich mich nicht aufhalten (übrigens auch nicht von dem Examen am nächsten Tag hahahaah), ich wollte ja den größten Zirkus des Landes unbedingt sehen!

Gesagt, getan. Nach einer kleinen Bootstour (es ist ja eigentlich Wüste hier und regnet so gut wie nie, daher sind die Straßen nicht dafür gebaut) über die Straßen Chihuahuas kamen wir auch relativ pünktlich am Zirkusplatz an. Da sich die Suche nach einem Parkplatz schwierig gestaltete kamen wir doch zu spät an. Dadurch haben wir die erste Nummer verpasst, die - wie es aussah - wohl die Pantherdressur war... Weinend

Natürlich wollte ich das Ganze in Bilder festhalten. Als ich jedoch mein Handy rausholte um zu fotografieren wurde ich sehr freundlich (hrhr) darafhingewiesen, dass dies nicht erlaubt ist... daher sind die folgenden Fotos im Verborgenen entstanden, immer dann, wenn kein Aufpasser zu sehen war... Unschuldig

Ich muss sagen, dass ich einige Tiere wirklich zu exotisch für die Manege fand... Eine Giraffe hat da jetzt nicht unbedingt was zu suchen und auch kein Nashorn. Wenn überhaupt, dann in einem gut geführten Zoo.

Die Artisten allerdings konnten sich wirklich sehen lassen. Einige Nummern waren sogar für mich, als alten Hasen, wirklich beeindruckend.

Somit also alles in allem ein wirklich toller Abend trotz Regen und anderen Hindernissen.